Das hormonelle Gleichgewicht einer Frau bleibt eine permanente Herausforderung und verändert sich über jede Lebensphase hindurch. Jede einzelne Phase bringt unterschiedliche Herausforderungen und auch Chancen mit sich. Die renommierte Gynäkologin Prof. Dr. Ingrid Gerhard und die Fachapothekerin Sabine Bäumer haben die Top 5 der Frauenheilpflanzen ausgewählt, die uns bei hormoneller Balance unterstützen können. Es sind dies:

  • Mönchspfeffer
  • Traubensilberkerze
  • Rosenwurz
  • Lavendel
  • Frauenmantel

Wenn das fein abgestimmte Hormonorchester aus dem Takt gerät, klingt das Leben plötzlich dissonant: Zyklusstörungen und -beschwerden, PMS, unerfüllter Kinderwunsch, Endometriose, polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS), Myome, Müdigkeit und Erschöpfung, mentale Achterbahnfahren, Wechseljahrbeschwerden – all diese Probleme sind Ausdruck hormoneller Dysbalancen, die nicht nur körperlich, sondern auch seelisch belasten. Hier setzen Heilpflanzen als stille Helferinnen an:
Mönchspfeffer reguliert die Hypophysenfunktion und harmonisiert den Zyklus. Frauenmantel wirkt unterstützend und sanft bei Menstruationsbeschwerden und zahlreichen anderen Frauenthemen. Traubensilberkerze lindert Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren. Wenn sich das Gedankenkarusell dreht und man den Knopf zum Anhalten sucht, ist Lavendel sehr hilfreich. Rosenwurz dagegen schenkt die nötige Power, wenn der Motor zu schnell abschaltet beim alltäglichen Wahnsinn, den viele Frauen stemmen müssen.
Diese Pflanzen wirken nicht wie ein Hammer, sondern sensibel, einfühlsam – sie bringen sanft wieder alles in Einklang, was hormonell durcheinander gerät.
(Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard)

Schön auch, dass die beiden Autorinnen der Darmgesundheit so viel Bedeutung beimessen:

Hast Du gewusst, wie viele Umweltgifte den weiblichen Zyklus stören können? Diese Umweltgifte nennt man deshalb auch „endokrine Disruptoren“ oder „xeno-östrogene Substanzen“, da sie unsere natürlichen Hormone nachahmen. Hormonrezeptoren blockieren oder Enzyme stören, die an der Hormonproduktion und Hormon-Verstoffwechslung beteiligt sind. Dazu gehören etwa:

  • Plastikweichmacher (zB BPA, Phthalate)
  • Pestizide und Herbizide (zB Glyphosat, DDT-Rückstände)
  • Industriechemikalien (zB PCB, Dioxine, PFAS)
  • Schwermetalle (zB Quecksilber, Blei, Cadmium)
  • Kosmetika-Inhaltsstoffe (zB Parabene, UV-Filter wie Octocrylen)

Es ist gar nicht so einfach, die „typischen Symptome“ einer Umweltbelastung zu charakterisieren, da sie nicht nur das Hormonsystem, sondern auch das Immunsystem, das Nervensystem, also Körper, Geist und Seele in ihrer Ganzheitlichkeit beeinflussen können. Zu denen am häufigsten genannten Beschwerden zählen:

  • Zyklusstörungen (unregelmäßig, zu lang/kurz, starke Blutungen)
  • PMS, Brustspannen, Kopfschmerzen
  • Endometriose, Myome, PCOS
  • Fruchtbarkeitsprobleme
  • Müdigkeit, Stimmungsschwankungen
  • Schilddrüsenprobleme
  • Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen
  • Infektanfälligkeit, Autoimmunerkrankungen

Was können wir tun um die Umweltbelastungen zu reduzieren?

Wir können Plastik zB vermeiden, in dem wir möglichst wenig Essen oder Trinken zu uns nehmen, das in Plastik abgepackt war. Der bewusste Einkauf von Bio-Lebensmitteln schützt uns schon mal vor sehr vielen Pestiziden und Herbiziden. Auch eine regelmäßige Einnahme von Bitterstoffen schützt unsere Leber und bewusster Schlaf, Atem- und Achtsamkeitsübungen können sich positiv auswirken.

Bewusster Schlaf und Erholung ist natürlich auch eine gezielte Lebensstilmaßnahme im Kampf gegen chronische Entzündungen im Körper. Die Stärkung unserer Darmgesundheit durch Ballaststoffe und Probiotika oder auch die Unterstützung durch Vitalpilze sowie wertvolles Omega 3-Öl sind auch nicht außer Acht zu lassen.

Klein, aber oho! Ein wirklich prall gefüllter Ratgeber zur Hormongesundheit, Pflanzenbasiert und am aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard, Apothekerin Sabine Bäumer:
Mönchspfeffer, Frauenmantel & Co. Die wichtigsten Frauenheilpflanzen für hormonelle Balance und Energie. Mankau Verlag 2025.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert